ABauwerkserkennung
Erkennt die Ausschreibung ein potenzielles technisches Bauwerk – Auffüllung, Unterbau, Verkehrsfläche oder Geländemodellierung? Aus LV-Positionen und Mengen wird der potenzielle Materialbedarf abgeleitet.
Öffentliche Ausschreibungen enthalten früh Informationen darüber, was, wo und ungefähr wann gebaut wird. Ziel ist, nicht erst auf einen veröffentlichten Materialbedarf zu reagieren, sondern zukünftige Materialsenken Monate im Voraus zu erkennen, vorzuprüfen und nach Zuschlag gezielt zu aktivieren.
| Datenquelle | Zu extrahierende Informationen |
|---|---|
| Ausschreibung / Bekanntmachung | Ort, Bauart, Zeitfenster, Auftraggeber, Lose |
| LV / Baubeschreibung | Erdarbeiten, Auffüllungen, Unterbau, Mengen, Qualitätsanforderungen |
| Standort- / GIS-Daten | Topografie, Hydrogeologie, Schutzgebiete, Grundwassermessstellen |
| Regulatorische Wissensbasis | Einbauweisen, Materialklassen, Randbedingungen, Abstände |
| Vergabeinformation | Zuschlagsempfänger und Zeitpunkt der Vergabe |
Erkennt die Ausschreibung ein potenzielles technisches Bauwerk – Auffüllung, Unterbau, Verkehrsfläche oder Geländemodellierung? Aus LV-Positionen und Mengen wird der potenzielle Materialbedarf abgeleitet.
Schwerpunkt Grundwasser: Messstellen werden räumlich zugeordnet; Entfernung, Messreihen, Hydrogeologie und Interpolationsunsicherheit fließen in die Aussagequalität ein.
Abgleich von Bauwerk, Einbauweise, Standort und Materialklassen mit den Anforderungen. Ergebnis ist eine belastbare Vorprüfung mit offenen Prüfpunkten, keine Genehmigungsentscheidung.
Hat der Auftragnehmer nach Zuschlag Spielraum bei der Materialwahl – und wer darf über den Einsatz alternativer Materialien entscheiden?
Ausgewertet werden LV, Baubeschreibung, Vorbemerkungen, zusätzliche technische Vertragsbedingungen und sonstige Vergabeunterlagen. Das Ergebnis lautet frei zustimmungspflichtig konkret vorgegeben unklar – jeweils mit Fundstelle und Begründung.
| Prüffrage | Interpretation |
|---|---|
| Konkreter Baustoff / Herkunft vorgeschrieben? | Materialspielraum tendenziell gering |
| Primärmaterial ausdrücklich gefordert? | Hohe vertragliche Hürde |
| RC-/Ersatzbaustoffe zugelassen? | Günstige Ausgangslage |
| Nur technische Eigenschaften definiert? | Potenzieller Beschaffungsspielraum des AN |
| Gleichwertigkeit / Alternativen vorgesehen? | Austausch kann grundsätzlich prüfbar sein |
| Zustimmung AG / Planer erforderlich? | Zusätzlicher Freigabeschritt |
| Wer trägt Beschaffungs- und Entsorgungsrisiko? | Bestimmt wirtschaftlichen Anreiz und Ansprechpartner |
Ausschreibung analysieren; technische, standortbezogene, regulatorische und vertragliche Potenziale erkennen. Ergebnis: qualifizierte Pipeline zukünftiger Materialsenken.
Zuschlagsempfänger ergänzen und vorhandene Vorprüfung aktivieren. Ergebnis: konkreter Ansprechpartner und konkretes Projekt.
Materialquelle, Logistik, Wirtschaftlichkeit und erforderliche Freigaben konkretisieren. Ergebnis: realisierbarer Stoffstrom bzw. Vermittlung.
Das Radar verbindet Ausschreibungsdaten, Bauwerkserkennung, GIS/Grundwasser, regulatorisches Wissen, Vertragsanalyse und Vergabeinformationen zu einem Forecast, wo, wann und in welcher Größenordnung mineralische Materialien benötigt werden könnten – und ab Zuschlag, wer als Abnehmer bzw. Entscheider angesprochen werden kann. Perspektivisch entsteht daraus für SITE DEPOT ein proaktiver Marktplatzmechanismus, der zukünftige Bedarfe frühzeitig mit regional verfügbaren Stoffströmen verbindet.
Die automatisierte technische, regulatorische und vertragliche Bewertung ist als Vorprüfung zu verstehen. Projektbezogene Freigaben und rechtliche bzw. fachplanerische Prüfungen bleiben bei den jeweils verantwortlichen Beteiligten.